Foto „Mölltaler Gletscher, 3120m ü. NN, 22.03.2018“: Lukas Ebbertz,

 

In diesem Jahr bestand für die Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schule Prüm das erste Mal die Möglichkeit, an einem Skikurs teilzunehmen. Dieser wurde von Tamara Ney, Jens Höger und Peter Schumacher geleitet. Am 16.03. um 18:00 Uhr ging es endlich los in Richtung Flattach, Österreich. Nach ca. 12 Stunden Busfahrt kamen wir im Actionhotel Mölltal an.

Nach dem ersten gemeinsamen Frühstück, der Ausleihe der Skiausrüstung, einem Spaziergang und dem etwas verspäteten Zimmerbezug stand am Abend die Besprechung für den ersten Skitag und die der Regeln auf dem Programm. Wir erhielten und besprachen eine Broschüre, die die FIS-Verhaltensregeln sowie wertvolle DSV-Tipps beinhaltete: Wie soll man sich auf der Piste verhalten? Wie funktioniert das Liftfahren? Und was muss man beachten? All diese Fragen wurden damit geklärt. Früh am nächsten Morgen startete der erste Tag unseres Skikurses. Nach dem Frühstück ging es mit unserer kompletten Skiausrüstung in den Bus, der uns an die Talstation des Mölltaler „Gletscher Expresses“ brachte. Mit dieser Bergbahn fuhren wir durch einen ca. 8km langen Tunnel  nach oben auf 2.234m.

Wir 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden in eine Fortgeschrittenengruppe und zwei Anfängergruppen. Die Gruppe der Fortgeschrittenen  begab sich unter Peter Schumachers Anleitung sofort auf die Ski. Aber auch einige Anfänger durften sich direkt auf die Ski stellen. Der Rest durfte sich erstmal mit den sogenannten „Bigfoot“  vertraut machen, welche sich zum Einstieg deutlich leichter fahren lassen, als lange Carving-Ski. Alles klappte soweit gut, alle hatten Spaß, obwohl es ein paar kleinere Stürze gab. Nur ein Sturz ging leider weniger gut aus: Eine Schülerin musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Sie konnte zwar nach der Untersuchung wieder zurück ins Quartier, aber leider nicht mehr mit auf die Skipiste und wurde liegend zurück in die Eifel transportiert.

Am nächsten Tag durften alle auf die Ski, was eine neue Herausforderung darstellte, die aber alle gut bewältigten. Tag für Tag haben wir immer mehr dazu gelernt und wurden besser. Auch die Skineulinge wagten sich auf die anspruchsvolleren Pisten. Der ungewohnte Sport ging nicht ganz spurlos an uns vorüber, sodass manche zwischendurch pausieren mussten, um sich zu erholen. Für das Mittagessen kehrten wir im Bergrestaurant „Eissee“ ein. Nachmittags ging es zurück ins Hotel, wo anschließend auch zu Abend gegessen wurde.

Die Abende verliefen unterschiedlich. Einige verbrachten Lehrer und Schüler gemeinsam, andere getrennt. Freitags stand eine kleine „Überraschungsparty“ für eine Schülerin an, denn es war ihr 18. Geburtstag, der natürlich gefeiert werden musste.

Samstags nach dem Frühstück brachte uns dann unser Reiseveranstalter „Klühspies“ zurück nach Deutschland.

Mir hat die Skiwoche wirklich gut gefallen. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie die anderen Schüler den Skikurs erlebt haben. Dazu habe ich zwei von ihnen befragt.

 

Wie fandest du die Skiwoche?

Isabell: Meiner Meinung nach war die Skiwoche sehr gelungen, sie hat sehr viel Spaß gemacht und man konnte viel von den Lehrern über das Skifahren lernen.

Leonie: Ich fand die Woche sehr spannend und bin froh darüber, dass unsere Schule so etwas organisiert hat.

 

Was hat dir am meisten Spaß gemacht?

Isabell: Am meisten Spaß hat mir die Abfahrt der schwarzen Piste am letzten Skitag gemacht.

Leonie: Am meisten Spaß hat mir das Skifahren am letzten Tag gemacht, weil man zu diesem Zeitpunkt schon die meisten Pisten fahren konnte und nicht nur im Übungspark gefahren ist.

 

Wie waren die Unterkunft und die Umgebung?

Isabell: Die Unterkunft war in Ordnung, nicht luxuriös, aber auch nicht heruntergekommen.

Leonie: Die Umgebung war sehr schön und besonders praktisch war der Supermarkt. Die Unterkunft war schön bis auf eine Nacht, in der die Ruhezeit von anderen Schulen nicht wirklich eingehalten wurde.

 

Wie lange ging so ein Skitag?

Isabell: Ein Skitag begann durchschnittlich gegen 9:30 Uhr und endete für manche schon gegen 14:00 Uhr, doch die, die Interesse an einer längeren Fahrt hatten, konnten auch bis nach 15:00 Uhr Skifahren.

Leonie: Ergänzend zu Isabells Beschreibung ist zu sagen, dass der Bus bereits um 8:00 Uhr losgefahren ist und uns dann Nachmittags wieder zurück zum Hotel gebracht hat.

 

Würdest du den Skikurs weiterempfehlen?

Isabell: Ich würde den Skikurs auf jeden Fall weiterempfehlen, da ich es super finde, dass ein Skikurs in der Oberstufe trotz der LK´s angeboten wird. Wenn ich könnte, würde ich im nächsten Jahr erneut mitfahren.

Leonie: Den Skikurs würde ich jedem weiterempfehlen, denn man lernt intensiv, hat aber trotzdem Spaß. Wenn man also gerne Sport macht und schon immer mal Ski fahren wollte, dann sollte man diesen Kurs ausprobieren. Auch die Fortgeschrittenen waren begeistert von der Skifahrt. Sie haben auch einige neue Dinge gelernt und konnten ihre Technik verbessern.

 

Was könnte man verbessern?

Isabell: Man könnte die Schülerinnen und Schüler gegebenenfalls vor der verbindlichen Zusage der Fahrt darauf hinweisen, inwiefern der Kurs körperliche Belastungsfähigkeit fordert und wie sportlich die Person sein sollte, beziehungsweise auf was diese Person sich einstellen muss, wenn sie am Skikurs teilnehmen möchte. Es ist nämlich häufiger vorgekommen, dass Schüler aus eben diesen Gründen den Skitag verkürzt haben. Auch über zuvor entstandene Verletzungen, beispielsweise am Knie oder Fuß, sollte man sich vorab sicher sein, dass diese keine Probleme beim Skifahren auslösen. Denn sonst hat man keinen Spaß am Skifahren, wenn die Schmerzen immer stärker werden.

Leonie: Spontan fällt mir nichts ein, was man verbessern könnte.

 

Danke an euch, für das Interview!

Ein großes Dankeschön geht auch an unsere Lehrer Frau Ney und Herrn Höger. An dieser Stelle möchten wir uns auch bei Peter Schumacher bedanken, der uns viel beigebracht hat und mit dem wir ebenfalls eine Menge Spaß hatten.

 

Bericht: Sophia Baatz, BGY16